Google AdWords für Einsteiger

Google AdWords ist zwar ein komplexes System, lässt sich aber selbst für Einsteiger mit etwas Geduld und Fleiß erlernen. Im Folgenden möchte ich nicht auf die Vor- und Nachteile der Google AdWords Werbung eingehen, da diese sicher bereits bekannt sind. Vielmehr werde ich in wenigen Schritten erläutern, wie man als Einsteiger in der Welt von Google AdWords zurecht finden kann.

Bei Google AdWords anmelden

Die Anmeldung bei Google AdWords erfolgt auf dieser Seite. Vorab lohnt sich ein Blick auf die Seite adwords-starthilfe.de, weil dort regelmäßig Gutscheine für Neukunden angeboten werden. Als Einsteiger in Google AdWords kann man somit seine ersten Kampagnen gleich direkt über einen Gutschein finanzieren.

Zahlungsoption definieren

Nach der Anmeldung können Sie gleich die erste Kampagne anlegen. Diese Kampagne wird jedoch erst geschalten, wenn eine vorgebene Zahlungsoption definiert und bestätigt wurde. Eine Schaltung der Kampagnen erfolgt erst, wenn die Zahlungsoption von Google überprüft wurde. Bei einem Bankeinzug wird beispielsweise das Zahlunskonto „getestet“ und es kann einige Tage dauern, bis die Anzeigen geschaltet werden.

Demnach ein erster Tipp: Kümmern Sie sich schnellstmöglich um die Auswahl der Zahlungsoptionen und informieren Sie sich über den Prozess, wie man die Zahlungsoption bestätigt. Erst wenn Sie diese Hürde gemeistert haben, werden Ihre Anzeigen auch wirklich geschaltet.

Kampagnen vs Anzeigengruppen

Dann geht es an das Eingemachte: Wie soll das Konto aufgebaut werden? Zum Verständnis: Es gibt eine sog. Kampagnen-Ebene, wo man verschiedene Einstellungen vornehmen kann, wie beispielweise die Auswahl der Zielregion, die anvisierten Geräte oder die Definition des Budgets. Auf der darunter liegenden Ebene definiert man Anzeigengruppen: Hier wird konkret festgelegt, welche Anzeige für welches Keywords geschaltet werden soll. Weitere Infos hierzu man in diesem Beitrag: Anzeigengruppe vs Kampagnen! Man kann einfach von Hierarchie-Ebenen sprechen: Auf der höschten Ebene befinden sich Kampagnen, darunter werden Anzeigengruppen angeordnet. Diese Anzeigengruppen wiederum erhalten eigene Keywords und Textanzeigen.

Kampagnen strukturieren

Es ist empfehlenswert sich bereits vor dem Anlegen der ersten Kampagne Gedanken über die Struktur des SEM-Kontos zu machen. Hierbei geht es darum, welche Themen eigene Kampagnen bilden sollen und welche Anzeigengruppen jeweils zugeordnet werden. Es gibt leider kein Patentrezept beim Anlegen der Kampagnen. Je nach Shop gelten andere Spielregeln. Folgende Fragen können Ihnen beim Anlegen der Kampagnen behilflich sein:

  1. Orientieren Sie sich an der Strukur der Webseite bzw. Ihres Webshops. Anhand der Kategorien oder der Menüpunkte kann sich bereits ein Muster ergeben, das beim Anlegen der Kampagnen übernommen werden kann. Jeder Menüpunkt auf der Webseite erhält dann eine eigene Kampagne. Beispielsweise könnte ein Fahrradhändler eigene Kampagnen bilden für Mountainbikes, Kinderfahrräder, BMX oder Rennräder.
  2. Auf welche Zielseiten wollen Sie verlinken? Ein Shopsystem besitzt verschiedene Unterebenen auf die verlinkt werden kann: Die Startseite, eine Rubrik-Seite, eine Kategorie-Seite oder eine Artikeldetailseite. Auch auch Basis dieser verchiedenen Zielseiten kann sich eine Struktur der Kampagnen ergeben. Generische Begriffe, wie „Fahrrad kaufen“ sollten eher auf die Startseite des Shops verlinken. Speziellere Begriffe wie „BMX für Kinder“ sollten auf eine Rubrik oder eine Kategorie verlinken.
  3. Gibt es Marken, die beworben werden sollen? Möglicherweise gibt es in dem Online-Shop viele Markenartikel, die eigene Kampagnen bilden sollten, weil sie ein sehr großes Suchvolumen besitzen. Diese Marken können mit eigenen Kampagnen abgebildet werden.
  4. Denken Sie an Sonderfälle, die eigene Kampagnen erforderlich machen. Beispielweise sollte das Display-Netzwerk mit eigenen Kampagnen beworben werden. Auch die beiden relativ neuen „Werbeformen“ der product listing ads und die dynamic search ads müssen eigene Kampagnen erhalten.
  5. Gibt es technische Besonderheiten? Möglicherweise müssen Sie Kampagnen anlegen, weil es technisch erforderlich ist. Beispielsweise könnte es Kampagnen geben, die auf unterschiedliche Zielregionen ausgesteuert werden. In diesem Fall muss die Einstellung auf der Kampagnen-Ebene erfolgen. Jede Region erhält eine eigene Kampagne. Gibt es Kampagnen, die Sie zeitlich steuern wollen? Auch in diesem Fall ist das Anlegen eigener Kampagnen erforderlich.

Je größer das Sortiment ist, umso mehr Kampagnen ergeben sich demnach. Für die Kampagnenstruktur gibt es keine allgemeingültige Formel. Man sollte bestrebt sein, das eigene Sortiment vollständig abzubilden und thematisch passende Gruppen zu bilden. Wie detailliert das Ganze erfolgt, hängt stark von der Größe des Shops ab. Aktuell können  10.000 Kampagnen pro Konto angelegt werden, demnach sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Über Daniel Gaßmair

Daniel Gaßmair ist Search Marketing Manager und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit SEA und SEO. Er schreibt auf diversen Blogs über verschiedene Online-Marketing-Themen. Xing| Twitter| Google+